INTERNATIONALES GASTATELIER MALTATOR | AiR

 


Mit einem der besten Artist-in-Residence (AiR) Programmen in Österreich lädt die Kulturinitiative Gmünd jedes Jahr drei GastkünstlerInnen in das Internationale Gastatelier zu einem zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in das Maltator ein. Die Kunstschaffenden nutzen die Gelegenheit, sich mit Land und Menschen auseinanderzusetzen, in ihren neuen Werken kommt auch die Beziehung der GastkünstlerInnen zur Stadt Gmünd zum Ausdruck. Die internationalen GastkünstlerInnen prägen die besondere Atmosphäre und Lebendigkeit der Stadt, verleihen dem kleinen Ort Weltoffenheit und neue Impulse. Zum ersten Mal in Österreich ist 2018 die junge Pariser Künstlerin ÉLISE BENARD (F), die sich auf Zeichnung und Holzschnitt spezialisiert hat und sich für ihren Gastaufenthalt in Gmünd eine grafische Dokumentation über den Wald vorgenommen hat. Ihr folgt im Sommer die Linzer Malerin BIRGIT SCHWEIGER (A), die sich darauf freut, zwei Monate durchgehend ihrer Arbeit widmen zu können. Für ALFRED GRAF (A), Grafiker und Maler aus Vorarlberg, dessen „Landschaftsmalerei“ in Form von Schichtarbeiten entstehen, ist die Landschaft nicht nur Motiv, sondern in gleicher Weise auch Material für seine künstlerische Arbeit.


 

 

ÉLISE BENARD
Holzschnitt und Zeichnung | Frankreich

Artist in Residence im Gastatelier Maltator vom 1. Mai bis 30. Juni 2018

Präsentation ihrer Arbeiten: DI, 26. Juni 2018, 19.00 Uhr




 

BIRGIT SCHWEIGER
Malerei | Österreich
Artist in Residence im Gastatelier Maltator von 1. Juli bis 31. August 2018
Präsentation ihrer Arbeiten: DI, 28. August, 19.00 Uhr

 

 

ALFRED GRAF

Grafik und Malerei | Österreich
Artist in Residence im Gastatelier Maltator von 1. September bis 31. Oktober 2018

Präsentation seiner Arbeiten: DO, 25. Oktober, 19.00 Uhr


 

GASTKÜNSTLERINNEN UND GASTKÜNSTLER IM MALTATOR 1993 bis 2017

ARTIST IN RESIDENCE PROGRAMM

 

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RÜCKBLICK 2017: 



2017 hat die junge Konzept- und Medienkünstlerin PETRA MÜHLMANN-HATZL (A) das Thema „My personal artificial Intelligence“ aufgegriffen. Ihr folgt im Sommer mit dem Zeichner und Digital-Art-Designer DAVID RUSTOM erstmals ein Künstler aus dem Libanon nach. Im Herbst wird dann der erfolgreiche Künstler FELIX MALNIG (A) das Spannungsfeld Natur und Architektur zum Thema seiner malerischen Arbeit machen.


 

PETRA MÜHLMANN-HATZL

Konzeptkunst & Neue Medien, Österreich | Artist in Residence im Mai und Juni 2017

Petra Mühlmann-Hatzl, 1979 geboren in Osttirol, lebt und arbeitet seit 2010 in Berndorf/NÖ. Sie absolvierte die Akademie der Bildenden Künste Wien, ein Jahr an der Schule für Künstlerische Photographie bei Friedl Kubelka und ein Semester an der Prager Fotoschule. Petra Mühlmann-Hatzl ist Mitglied der Künstlerinnengruppe diePlayaden.

Petra Mühlmann-Hatzl gehört zu jener jungen Künstlergeneration, die sich verstärkt mit neuen Medien und deren Auswirkungen auf uns Menschen auseinandersetzen. Die Zeit verändert sich und sie verändert sich immer rascher. Science-Fiction-Fantasien der 90er-Jahre sind längst Wirklichkeit geworden. Wie wir Menschen diese Veränderung, diesen Wandel wahrnehmen bzw. wahrzunehmen in der Lage sind, damit beschäftigt sich Petra Mühlmann-Hatzl in ihrer aktuellen Arbeit: Das Shifting-Baseline-Syndrom bezeichnet das Phänomen einer verzerrten und eingeschränkten Wahrnehmung von gesellschaftlichem Wandel. Parallel zur Veränderung von Umweltbedingungen kommt es dabei zu Verschiebungen und Veränderungen der Referenzpunkte, die der menschlichen Wahrnehmung beim Bemessen von Wandel dienen. Betrifft auch uns eine eingeschränkte Wahrnehmung von Wandel? Wie bereits in ihrem Kunstprojekt SHIFT IN POINT OF VIEW erarbeitet, konnte die Künstlerin nun das Thema „Wirkung der Neuen Medien auf unsere Gesellschaft“ weiter vertiefen. Angelehnt an eine frühere Arbeit KILL YOUR IDOL schaffte sie es, in PERSONAL ARTIFICIAL INTELLIGENCE nun das Abendmahl mit den „Neuen Idolen aus der Zukunft“ zu vollenden. Neue Technologien in und um die Kommunikation scheinen den Alltag zu beherrschen. Unzählige Apps und Features begleiten uns in allen Lebensbereichen. Nun, wer ist diese Künstliche Intelligenz? Wann ist es eine Künstliche Intelligenz? Mit Fotoarbeiten und Installationen bot die Ausstellung PERSONAL ARTIFICIAL INTELLIGENCE eine Reihe von Denkanstößen und lud zu einer Reise ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT ein.

„Wie Wandel überhaupt geschieht, was er mit uns macht, beschäftigt mich seit langem. Da dieses Thema so umfangreich ist, möchte ich meinen Gastaufenthalt im Frühjahr 2017 in Gmünd, einer geschichtsträchtigen Mittelalterstadt, nützen, um den nächsten Schritt des Themas aufzugreifen und zu erarbeiten: MY PERSONAL ARTIFICIAL INTELLIGENCE. Wird es in Zukunft eine ganz persönliche künstliche Intelligenz geben? Wenn ja, wie wird sie aussehen? Wie wird sie sich auf uns auswirken? Dazu habe ich einen umfangreichen Fragebogen an KünstlerInnen ausgearbeitet, der sich mit diesen existenziellen Fragen beschäftigt. Die ausgewerteten Fragebögen sollen dann Arbeitsgrundlage für meinen Gastaufenthalt als artist in residence im Int. Gastatelier Maltator sein.“ (Motivationsschreiben von Petra Mühlmann-Hatzl im August 2016)

www.muehlmann.at| www.enigmaliberta.com

PDF EINLADUNG



 

 

DAVID RUSTOM

Zeichnung, Illustration und Digitales Design, Libanon | Artist in Residence im Juli und August 2017 

Der junge libanesische Zeichner und Grafiker David Rustom hat an der Universität von Beirut grafisches Design studiert, dort den Bachelor abgeschlossen und danach sein Studium in Frankreich fortgesetzt und abgeschlossen. Er arbeitet weltweit für verschiedene Grafikfirmen und internationale Kunden. Zurzeit lebt er als freischaffender Designer in den Vereinigten Staaten. Inspiriert von Aufenthalten in anderen Ländern sind Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensweisen, Glaubensvorstellungen und Religionen Inhalt seiner künstlerischen Arbeit. Auch Erlebtes sowie die eigene Gedankenwelt versucht er in seinen surrealen Zeichnungen für sich zu übersetzen.

„I’m a lebanese visual artist/illustrator, that is fiercely determined to create original art and have the passionate drive to fulfill my visions. Always seeking to expand my skills and make new alliances and collaborations, my specialties include visual design, art direction and illustrations. Worked on many different mediums, recently involved more in Digital arts.“

Während seines zweimonatigen Aufenthaltes in der Künstlerstadt Gmünd beschäftigt er sich vor allem mit der Zeichnung und Digital Art. Nach Vorstudien am Papier werden die Zeichnungen am Computer vervollständigt. Mit David Rustom ist zum ersten Mal ein Künstler aus dem Nahen Osten in Gmünd zu Gast, welcher im Internationalen Gastatelier im Maltator wohnt. David Rustom, dessen grafische Arbeiten sich nahezu ausschließlich auf die Farben Schwarz und Weiß reduzieren und durch einen surrealistischen Ausdruck beeindrucken, freut sich über seine Zeit in Österreich, von der er viele neue Anregungen und Begegnungen mitnehmen kann.

PDF Einladung

PDF Künstlerkatalog David Rustom



 

FELIX MALNIG

Malerei, Deutschland/Österreich | Artist in Residence im September und Oktober 

Felix Malnig, geboren 1967 in Nürnberg, aufgewachsen in Kanada, Deutschland und Österreich, studierte von 1987 bis 1992 Malerei an der Hochschule für angewandte Kunst Wien in der Meisterklasse für Experimentelles Gestalten bei Maria Lassnig und Christian Ludwig Attersee. 1992 erhielt er das Diplom. Zusätzlich absolvierte Malnig vier Semester Architektur an der Technischen Universität Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Einzelausstellungen u.a. in Wien, NÖ, Zürich und Chicago. Gruppen-Ausstellungen in Europa, USA, Israel, Marokko, China.

Preise und Stipendien: Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich 1993, Erwin Ringel-Kunstpreis 1999, Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1999, Förderungspreis der Stadt Wien 2000, Strabag ArtAward, Anerkennungspreis 2008. Stipendien: Venedig 1993, Budapest 2000, Cheng Du, China 2003, Chicago 2007, Paliano, Italien 2011, Förderatelier des Bundes, Wien 2006-2012. Seine Werke finden sich in zahlreichen öffentlichen Museen und Kunstsammlungen, wie dem Niederösterreichischen Landesmuseum St. Pölten, der Kunstsammlung der Stadt Wien, dem STRABAG Kunstforum, der Siemens Kunstsammlung oder der Bank Austria Kunstsammlung.

Felix Malnig untersucht in seinen Bildern die Wechselwirkungen zwischen ökonomischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen und Architekturprojekten, Stadtplanung und Gestaltung im öffentlichen Raum. Als Symbole und Denkmäler geplant, die für urbanes Leben, Modernität und wirtschaftlichen Fortschritt stehen, erweisen sich die von Malnig abgebildeten Gebäude und Skulpturen als anonyme Hüllen und Monumente der Stagnation und Trostlosigkeit. Die Vortäuschung von Dynamik, Macht und Aufschwung durch Monumente im öffentlichen Stadtraum wird von Felix Malnig durch die Mittel seiner Malerei vor dem Auge wortwörtlich aufgelöst. Er arbeitet in Mischtechnik mit silberner Acrylfarbe und farbigem Lackspray auf Leinwand. Die silberne Farbgebung kann dabei für rostfreien Stahl ebenso wie für die bedrohliche Smog-Masse der grauen Stadt-Realität oder den scheinenden Glanz eines nur oberflächlich strahlenden Architektursymbols stehen. Das Verlaufen der Farben, die durch die Arbeit mit Klebebändern entstehenden Unregelmäßigkeiten und Rasterungseffekte sowie der monochrome Charakter führen zur Abstraktion der materiellen Bildstruktur und -textur ebenso wie zur Dekonstruktion des Subtextes der Realität der abgebildeten Großstadt-Utopien.

„Mir hat Gmünd bei meinem ersten Besuch so gut gefallen, dass ich mir gut vorstellen kann, hier zwei Monate zu leben und zu arbeiten. Als Thema meiner Arbeit kann ich mir zum Beispiel das Spannungsfeld Natur und Architektur vorstellen. Gerne lasse ich mich aber auch durch die Umgebung zu etwas Neuem inspirieren.“ (Aus dem Motivationsschreiben von Felix Malnig im September 2016)

www.felixmalnig.at

PDF Einladung

PDF Künstlerkatalog Felix Malnig

 


 


 


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