GALERIE MIKLAUTZ

ANTIQUITÄTEN UND KOSTBARKEITEN


„Irritatione – trompe l ´oeuil“


Vernissage: MI, 9. Mai 2017, 19 Uhr; zu sehen bis Ende Oktober 2018

 

Die Galerie Miklautz, Alte & Neue Kunst, hat es sich zur Aufgabe gemacht, ehemaligen Gastkünstlerinnen und Gastkünstlern der Kulturinitiative Gmünd Raum für neue, aktuelle Präsentationen zu bieten. Nach den erfolgreichen Themenausstellungen der beiden letzten Jahre steht 2018 das Thema „Irritation in der Kunst“ im Mittelpunkt der Jahresausstellung in den wunderschönen gotischen Räumlichkeiten der Galerie. Zum Mitmachen eingeladen hat Gretel Miklautz dieses Mal fünf Künstlerinnen und Künstler aus vier Nationen, THOMAS JUDISCH (D), CHRISTIAN EINFALT (A), PAOLA LUCIANI (I), ASTRID KÖHLER (D) und KATHARINA STEINER (A). Die fünf Künstler werden sich in unterschiedlichster Weise, plastisch, aber auch malerisch und grafisch, mit dem Thema Irritation in der Kunst auseinandersetzen. Spannung und Ästhetik sind vorprogrammiert, wenn Zeitgenössisches im mittelalterlichen Rahmen der Galerie auf Historisches trifft.

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober 2018, werktags von 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr, zu sehen. 




Astrid Köhler, Ludwig II, Öl auf Leinwand, 2017

 

 
RÜCKBLICK 2017:

kopf.head.glava


Die Galerie Miklautz, Alte & Neue Kunst, beteiligte sich an dem vom Kunstverein Kärnten initiierten Kulturprojekt „kopf.head.glava“, das im Zeitraum vom 1. Mai 2017 bis zum 26. Oktober 2017 in Kärnten stattfand und sämtliche Sparten der Kunst umfasste. Im Rahmen dieses Projektes kommentierten zwanzig ehemalige Gmünder Gast- und StadtkünstlerInnen malerisch, grafisch und plastisch in einem einzigartigen Panorama zeitgenössischen Kunstschaffens die Reise in und um den Kopf. Das Gewölbe der mittelalterlichen Galerie Miklautz in Gmünd setzt mit Büsten aus vorangegangenen Jahrhunderten und Gipsabgüssen nach römischen Vorbildern Kontrapunkte, die den Betrachter in den magischen Tanz rund um Köpfe entführten. Von symbolischen Zuschreibungen und Auslegungen eines Kohlkopfes, Hohlkopfes oder Schweinskopfes von Rupert Gredler zu den verbrannten römischen Gipsabgüssen von Katja Vassilieva/Ewald Walser spannte sich der Bogen bis hin zur Geburt eines Kopfes bei Walter Marin oder dem Totenschädel im Memento Mori bei Barbara Bernsteiner. Die irdene „Sybille“ von Ruth Rindlisbacher, emporsteigend aus einem Stück Schwemmholz, und der tönerne Kopf von Karin Klimbacher „Ich bin – also kann ich!“ verströmten Positives und machten Mut. Mit spitzer Nadel und Zwirn brach Birgit Bachmann in ihren „stickdramen“ mit tradierten Rollenbildern der Kunstgeschichte. Lisa Huber überraschte mit Handstickerei auf Seide, Karton und Edelstahl, die ihre Zeichnungen verblüffend verwandelten.
Venenblutfarben präsentierten sich in unverkennbarer Handschrift die meisterlichen Köpfe Valentin Omas, während Ina Loitzl mit ihrem arteriellfarbenen, textilen Ganzkörper-Softobjekt eine Trennung zwischen Körper und Geist zu setzen wusste. „Kopflos“ gibt sich Thomas Judisch, Kopfbedeckung statt Kopf zeigend, wobei uns der „Durchblick“ des Malers und Erkenntnistheoretikers Klaus Frost Einblick in das Innere eines Kopfes verschaffte. Der Glaskünstler Alessandro Cadamuro wiederum befüllte seine Tonköpfe mit Glasstücken und spiegelte dabei Transparenz, Brillanz, Kreativität und Intellekt in der Seele wider. Selbstportraits, illuminiert bei Andreja Erzen, um dreißig Jahre gealtert bei Fritz Russ und auf Rosen gebettet bei Christian Einfalt ließen die Besucher stauen. Herbert Golsers zarte „Kopfblüte“ aus Holz, Katja Jüttemanns enkaustisches Männerportrait, Georg Planers Steinskulptur und Roberto da Cevrajas monumentale Kopfstelen, im Freien aufgestellt, rundeten diese facettenreiche Ausstellung ab. 

Die Vernissage fand am Freitag, den 12. Mai 2017 statt und wurde von Margarethe Miklautz eröffnet, die gemeinsam mit den jeweiligen Künstlern die Werke und die Gedanken dahinter erläuterte.



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